„Das R(h)eine Filmvergnügen“

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„Das Rheine Filmvergnügen“. Unter diesem Motto trafen sich am 19. April 2004 Filmfreunde mit Stadtarchivar Dr. Thomas Gießmann im Metropoli Keller-Kino bei Heinz Schulte in Rheine. Die Idee, zur Rheiner Film- und Kinogeschichte auch historisches Filmmaterial unserer Stadt zu finden, nahm von da an seinen Lauf.

Ein Bericht von MV Redakteur Klaus Dierkes, vom 20. April 2004

Nur ein paar Wochen später: Am 9. Juni 2004 ist in der Münsterländischen Volkszeitung ein Bericht des Landesmedienzentrums zu lesen, mit der Überschrift „Verschollenes Münsterland“. Mit dem Inhalt des Zeitungsberichtes war klar, da sind Filmexperten am Werk. Es genügte ein Telefonanruf, und nur ein paar Tage später war Heinz Schulte bei Volker Jakob und Markus Köster im LWL Medienzentrum für Westfalen in Münster.

Zeitungsbericht der Münsterländischen Volkszeitung v 9. Juni 2004

Beeindruckt von den technischen Möglichkeiten und den vielen Filmrollen im Archiv des Medienzentrums, kam Heinz Schulte mit den Filmexperten ins Gespräch. So auch, dass wir in Rheine auf dem Flohmarkt eine desolate alte 16mm Filmrolle gefunden und inzwischen aufbereitet hatten. Das Interesse der Herren in Münster war groß, als sie erfuhren, dass es sich um den Filmtitel „Weisses Gold“ handelt, der die Salzgewinnung der Saline Gottesgabe in Rheine-Bentlage zeigt. Ab da begann die Zusammenarbeit zwischen dem Metropoli in Rheine und dem LWL Medienzentrum in Münster.

Fünf Monate später: Die Saline Gottesgabe wurde mit ihrem Salzsiedehaus in Rheine Bentlage aufwändig restauriert und am 30. Oktober 2004 mit einem Festakt wiedereröffnet. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Rheine, dem Metropoli und dem LWL Medienzentrum in Münster, war der Film „Weisses Gold“ inzwischen digitalisiert und auf DVD gebannt, so dass dieser während der Eröffnungsfeier im Salzsiedehaus vorgestellt werden konnte.

Wiederentdeckter Film von den Brüdern Klaus und Michael Hedderich wurde im Salzsiedehaus aufgeführt.

Seit der Gründung des Metropoli Arbeitskreises „Historische Filmdokumente“ liegen mehr als 15 Jahre hinter uns. Dass sich im Laufe der Jahre ein enormer Bestand lokaler Filme aller Formate angesammelt hat, liegt vor allem daran, dass wir in Zusammenarbeit mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Dokumentarfilme zur Regionalgeschichte erstellen. Filme dieser Art werden der Öffentlichkeit zur Unterhaltung vorgestellt. So kommen immer neue alte Filme hinzu. Das Stadtarchiv in Rheine verfügt inzwischen über 384 Datenträger mit digitalisierten Filmen. Zuletzt wurden am 4. Dezember 2019 147 Daten-CD an unseren Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Stadtarchivar Maik Angerhausen überreicht. Ein Bericht von Michaela Hövelmann im Pressereferat der Stadt Rheine wurde von der Münsterländischen Volkszeitung am 10. Dezember veröffentlicht.

Bericht von Michaela Hövelmann, Pressereferat der Stadtverwaltung Rheine. Veröffentlicht von der Münsterländischen Volkszeitung am 10. Dez. 2019

Dass wir vom Metropoli Arbeitskreius „Historische Filmdokumente“ in Rheine noch eine Menge vor uns haben, ist keine Frage. Es ist die ausgesprochen gute Zusammenarbeit, die uns vorantreibt, und natürlich auch die vielen Filmrollen, die noch zu sichten, zu bearbeiten, zu digitalisieren und zu archivieren sind.

Filmrollen, meist aus privaten Beständen mit Nachweis zu Filmrechten warten auf ihre Digitalisierung.

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