„Wenn ein Film zur Waffe wird“

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MV Bericht vom 29.01.2019 von Chiara Pas

AK- Gedenken und Erinnern zeigt Propagandafilm „Jud Süß“ in der VHS Rheine.

Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Rheiner Historiker Andre Schaper und Heinz Schulte „Metropoli-Filmhistorie-Rheine“, in Zusammenarbeit mit dem Historiker und Leiter des LWL Medienzentrum für Westfalen Prof. Dr. Markus Köster, Monika Hoelzel als Koordinatorin des AK „GEDENKEN UND ERINNERN“ im Pressereferat der Stadt Rheine und Birgit Kösters als Leiterin der VHS in Rheine.

GEDENKEN UND ERINNERN_ Programmverlauf zur Veranstaltung Jud Süß_ bearbeitet

Begleitet wurde die Aufführung von Prof. Dr. Markus Köster, als Historiker und Leiter des LWL Medienzentrum für Westfalen in Münster, zu der an der Vormittagveranstaltung die gesamten Oberstufe der Euregio Gesamtschule Rheine teilgenommen hatte. Weitere 250 Besucher zählten wir zur Abendveranstaltung um 19:00 Uhr.

Die gemeinsame Abendveranstaltung

Die Besucher beider Veranstaltungen waren nach den Filmaufführungen betroffen und zeigten Verständnis dafür, dass dieser perfide Propagandafilm der Nazis nur mit Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Begleitung zugelassener Historiker der Öffentlichkeit vorgeführt werden darf. „Es ist ein Dokument der Unmenschlichkeit und eine Mahnung an die heutige Generation“, so beschrieb ein Besucher das von den Nazis gelobte „Meisterwerk“ während der Nachbesprechung.

Filme haben Macht. Sie bringen uns zum Lachen, sie berühren uns emotional oder nehmen uns mit auf eine spannende Reise. Der Film kann uns aber auch manipulieren und verführen. Alle 450 Gäste, die an diesem 29. Januar 2019 zur Veranstaltung in die VHS Rheine gekommen waren, hatten verstanden, warum wir diesen Film 74 Jahre nach Kriegsende erneut aufgeführt haben. Damals hat der sich selbst ernannte Propagandaminister Josef Goebbels den Film als Waffe benutzt. Die Tonart, die heute vielfach im Netz online als Hassbotschaft verbreitet wird, ist vergleichbar mit der im Film „Jud Süß“. „Seid wachsam in der Gesellschaft, in der wir leben und lasst euch nicht verführen“, war die Botschaft der Organisatoren dieser Veranstaltung an alle Teilnehmer.

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